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Die Hamburgische Staatsoper

© Kurt-Michael Westermann

ist das älteste öffentliche Opernhaus Deutschlands. Gegründet wurde sie zu Jahresbeginn 1678 als „Opern-Theatrum“ am Gänsemarkt. Die Aufführungen fanden in einem langgestreckten Holzbau Ecke Jungfernstieg/Gänsemarkt statt, 1677 errichtet zu diesem Zweck  von dem italienischen Architekten Girolamo Sartorio. Da die vom damaligen Pietismus stark beeinflussten Hamburger Pfarrgemeinden heftig gegen ein weltliches Opernhaus protestiert hatten, musste die Intendanz des Haues Zugeständnisse in der Form machen, dass zu Beginn der Spielzeit religiöse Opern-Sujets aufgeführt wurden, Premiere also mit  dem Singspiel „Adam und Eva oder der Erschaffene, Gefallene und Aufgerichtete Mensch“. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war die Hamburger Oper eines der führenden Musiktheater der Welt. Bedeutende Komponisten wie  Keiser,  Telemann oder Händel schrieben für das Haus. Händels erste Oper „Almira“ wurde 1705 dort uraufgeführt.

Im Jahr 1738 aber war erst einmal Schluss mit Hamburgs Oper. Das Publikum blieb aus. Bis zum Abriss des Hauses 1763 wurde es von durchreisenden Komödianten-Truppen noch genutzt. Das aber hatte immerhin zur Folge, dass auf diesem Weg auch italienische Oper nach Hamburg gelangte, die dem Publikum besser behagte. Im Wechsel mit dem Schauspiel wurde im „Ackermann'schem“ „Comödienhaus“ auch wieder Oper gegeben. Im Jahr 1767 wurde es in „Deutsches Nationaltheater“ umbenannt, ab 1810 dann in „Hamburgisches Stadttheater“.


Im Jahr 1827 wurde dann ein neues Haus als „Stadt-Theater“ an der Dammtorstraße für 2.800 Besucher eröffnet. Die damals konkurrenzlos neue Akustik trug viel zum Ruhm Hamburgs als führende Opernmetropole Europas bei. Große Namen konnten als Opernchefs gewonnen werden. Nach Hans von Bülow folgte von 1891 bis 1897 Gustav Mahler als Erster Kapellmeister des Hauses an der Dammtorstraße. Zur Zeit des Nationalsozialismus erfolgte 1934 die Umbenennung des Hauses in den  bis heute gültigen Namen „Hamburgische Staatsoper“. 1943 wurde das Theater nahezu völlig zerstört, nur das Bühnenhaus blieb stehen. Provisorisch wurde der Zuschauerraum schon 1946 in das Bühnenhaus integriert, so dass wieder Oper gespielt werden konnte. Am 15. Oktober wurde ein neues Zuschauerhaus mit 1.690 Plätzen eröffnet, auf dem Programm „Die Zauberföte“. Die Partie des Tamino sang der beste lyrische Tenor seines Zeitalters: Rudolf Schock.

Adresse

Hamburgische Staatsoper
Große Theaterstraße 25
20354 Hamburg

www.staatsoper-hamburg.de