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LÜBECK: IDOMENEO. WiederaufnahmeLÜBECK: Mozart IDOMENEO – Lübecker Oper stellt neue Mitarbeiter vor (13. 9.2013)

13.09.2013
Von: Horst Schinzel

In der vergangenen Spielzeit war im Lübecker Theater die Produktion von Mozarts Oper „Idomeneo“ von Kritik und Zuschauern mit großem Beifall aufgenommen worden. Da war es naheliegend, diese Inszenierung der freischaffenden Rosetta Cucchi in die neue Saison zu übernehmen. Und so sollte an diesem Freitagabend die Wiederaufnahme sogleich der Vorstellung neuer Mitarbeiter dienen: Des neu engagierten Ersten Kapellmeisters Andreas Wolf und der griechischen Sopranistin Evmorfia Metaxaki. Und das wäre fast schief gegangen.

Musikdramaturg Dr. Richard Erkens trat vor den noch geschlossenen Vorhang, um anzukündigen, dass die Sängerin kurz vor dieser Vorstellung erkrankt war. Er könne nur hoffen, dass die Stimme halte. Und sie hat gehalten. Wenn auch nach der Pause Ermüdungserscheinungen mit gelegentlichen Schärfen nicht zu überhören waren. Die Griechin hat in Athen und am Mozarteum in Salzburg studiert Ihr bisheriger künstlerische Weg führte sie nach Madgeburg. Danach war sie mehrere Jahre freischaffend in Berlin tätig. Sie verfügt über eine große voll tönende und wohl klingende Stimme. Für Lübeck lässt sie Großes erwarten. Sie wird hier in fast allen Neuinszenierungen beschäftigt werden.

Der neue erste Kapellmeister Andreas Wolf war zuvor unter anderem in Saarbrücken tätig. In Lübeck muss er sich wohl erst eingewöhnen. Wolf – der als Wagner-Spezialist gilt – widmete sich an diesem Abend fast ausschließlich dem Orchester, das er zu starken Einsätzen emportrieb. Die Solisten wurden kaum von ihm geführt. Dennoch war auch insofern diese Aufführung eindrucksvoll.

Allgemein gefiel diese Inszenierungen auch bei ihrer Wiederaufnahme durch die prächtigen Stimmen. Insbesondere Daniel Szeili aIs Idomeneo und Wioletta Hebrowska als Idamante beeindruckten durch die Entwicklung, die sie sängerisch und darstellerisch in den Jahren ihres Engagements in Lübeck genommen haben. Die Australierin Helena Dix in der Rolle de Elettra hinterließ insbesondere in ihrer Sterbeszene einen nachhaltigen Eindruck. Die Chorführung – Einstudierung Joseph Feigl – der Regisseurin, das Bühnenbild des Tiziano Santi, aber auch die Kostüme von Claudia Pernigotti bleiben geheimnisvoll.

Leider war dieser Wiederaufnahme-Abend nur sehr mäßig besucht. Die Zuschauer waren sichtlich beeindruckt und geizten nicht mit Befall. Weiter 

Quelle: www.der-neue-merker.eu


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